die Eucharistiefeier

Brot und Wein sind symbolische Gaben. Sie stehen für die Freude (Wein) und die mühsamen Sachen in unserem Leben (Brot). Alles wird auf dem Altar zu Gott getragen, angezeigt durch den aufsteigenden Weihrauch.

Du bist auch eingeladen in einem inneren Schritt Gott eine konkrete Sache auf den Altar zu legen von der du denkst, dass sie eine Veränderung zum Guten, eine Wandlung braucht. Eine Beziehung, ein Bereich deiner Persönlichkeit, ein Vorsatz, ein Gefühl, eine Belastung oder einfach der Umgang mit einer nervigen Arbeitskollegin. Das Gebet dabei ist die Bitte, dass Gott sich all dem liebevoll zuwendet.

Das Hochgebet
Dieses Gebet ist wie ein Gespräch zwischen Liebenden, zwischen Gott und uns. Der Priester sagt Gott für uns alle danke für seine vielen Geschenke, die er uns gemacht hat. Er erinnert an das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen engsten Freunden für die er alles geben würde, für die er sogar sein Leben gegeben hat. In der Messe handelt es sich aber nicht einfach um eine Erinnerung wie in einem Fotoalbum, sondern es wird heute zur Realität. Er gibt sein Leben heute für jeden und jede von uns.

Sanctus
Dreimal wird „Heilig“ gesungen. Weil Gott Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist alle in gleicher Weise Gott sind. Dieser eine Gott kommt leibhaftig in unsere Mitte. Das ist ein Geheimnis, das man nie wirklich ganz begreifen, sondern nur erahnen kann. Hosanna bedeutet übrigens „Gott, hilf doch!“

Vater unser
Dieses Gebet hat Jesus selbst seinen engsten Freunden beigebracht. Gott ist nicht irgendeine höhere anonyme Macht, sondern wie ein guter Vater.

Friedensgruß
Hier geht es um die echte Bereitschaft, untereinander Frieden zu halten, nicht nachtragend zu sein und versöhnungsbereit zu leben. Dieser Lebenshaltung kannst du Ausdruck verleihen indem du deinen Nachbarn die Hand schüttelst und ihm Frieden wünschst.

Breaking Bread
„Lamm Gottes“ hat nichts mit Essen zu tun, auch wenn gegrilltes Lammfleisch sicher etwas Köstliches ist. Hier geht es unter anderem um den „Sündenbock“, den die Juden nach alter Tradition am Versöhnungstag einmal im Jahr mit einer Holzlast auf dem Nacken in die Wüste geschickt haben. Dorthin sollte das Tier symbolisch alles Belastende, alles, was das Zusammenleben stört und alle Verfehlungen mitnehmen. Wenn es dann verendet, sind nach diesem Ritual auch die Sünden der Menschen mit beseitigt.

Als Jesus dann sein Kreuz durch Jerusalem getragen hat, haben manche Leute gedacht: er ist wie so ein Sündenbock. Er war immer nur liebevoll zu allen Menschen und doch erfährt er jetzt so viel Hass. Vielleicht ist die konsequente Liebe das einzige, was den Hass in dieser Welt besiegt. Auch wenn es uns dabei das Herz zerbricht…

Wenn der Priester das Brot bricht, zeigt das, dass auch Jesus „gebrochen worden ist“. Darin ist er solidarisch mit all unseren Gebrochenheiten. Auch du kannst das Zerbrochene in deinem Leben ihm hinhalten. Und dann bitten wir: „Gib uns deinen Frieden.“

Kommunion
… heißt „Gemeinschaft“. Hier ist der Höhepunkt der Feier erreicht. Jetzt ist der Moment, ganz persönlich Gemeinschaft mit Gott zu haben. Du kannst gerne nach vorne kommen und das Brot empfangen, das dir eine ganz enge Verbindung mit Jesus schenkt. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten wie z.B. dir vom Priester einen persönlichen Segen zusprechen zu lassen. Du kannst auch zu dem Korb im Mittelgang gehen und dir ein Wort aus der Bibel ziehen, das in diesem Moment vielleicht dir persönlich gesagt ist oder auch einfach sitzen bleiben und dir Zeit nehmen in dich hineinzuhören, was dich gerade im Innersten bewegt. Gott ist jetzt nur für dich da!

Schlußgebet
Vor dem Nachhausegehen, bedanken wir uns nochmal für alles, was uns diese letzte Stunde gebracht hat.